E-Learning Technologien sind mittlerweile ein fester Bestandteil der beruflichen Aus- und Weiterbildung, wobei die Vermittlung standardisierter Inhalte und deren Zertifizierung im Vordergrund stehen. Hierbei sind die Lernenden typischerweise Konsumenten der Lerneinheiten mit geringem Einfluss auf Inhalte und Abläufe. Web2.0-Technologien eröffnen neue Möglichkeiten der Partizipation, Interaktion und Motivation von Lernern. Allerdings sind dabei die für die beruflichen Aus- und Weiterbildung spezifischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, welche eine Adaptation der vorhandenen Ansätze zu Web2.0-gestütztem Lernen erfordern. Der Workshop soll Gelegenheit bieten, Erfahrungen und Ergebnisse bezogen auf Web2.0 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung auszutauschen und zu diskutieren.
Der Einsatz von Web2.0-Werkzeugen in der Lehre an allgemeinbildenden Schulen und Hochschulen ist seit längerer Zeit Gegenstand der Forschung und wissenschaftlichen Diskussion, Allerdings lassen sich die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten nicht einfach übertragen, da die Einbindung der Lernenden und teilweise auch Lehrenden in die jeweiligen Betriebe spezifische Herausforderungen mit sich bringen. Unternehmen fürchten häufig die unbeabsichtigte Offenlegung von Betriebsgeheimnissen. Es sind also Vorbehalte zu überwinden bzw. zu berücksichtigen, welche einen freien Informationsfluss behindern. Zu diesen Vorbehalten zählen auch rechtliche Bedenken, die bei (Weiterbildungs-)Unternehmen im Zusammenhang mit nutzergenerierten Inhalten als zentralen Bausteinen von Web2.0 auftreten.
Über Web2.0-Lehr-/Lernplattformen sollen die Zielgruppen nicht nur gemeinsam lernen, sondern auch nachhaltig miteinander kommunizieren und damit auch informelle Lernprozesse anstoßen. Die Evaluation der integrierten Elemente und insbesondere der Web2.0-Technologien ist hier von zentraler Bedeutung, da auf dieser Basis eine stetige Weiterentwicklung (z. B. im Hinblick auf Einfachheit der Benutzung, Zuverlässigkeit und Akzeptanz) der vorgeschlagenen Lehr- und Lernformen erreicht werden kann. Die Mehrwert-Funktionen einer Web2.0-Plattform können allerdings nur dann zum Tragen kommen, wenn genügend Anreize zur Beteiligung vorhanden sind. Dies gilt insbesondere in der Anlaufphase ("Kaltstart-Problematik"). Insgesamt besteht aktuell ein erheblicher Bedarf an wissenschaftlichen Untersuchungen der spezifischen Lernvoraussetzungen (situativ, organisational, individuell), Mehrwerte und Erfolgsbedingungen Web2.0-gestützter partizipativer Ansätze im Bereich des beruflichen Lernens.
Neben den organisatorischen Aspekten der Durchführung von Lernprozessen (z. B. Dauer und Ort), sind im Hinblick auf die Notwendigkeit der Zertifizierung auch Ansätze für die Qualitätssicherung der Web2.0-basierten Weiterbildungsangebote relevant.
| 20.05. | Frist für die Einreichung von Beiträgen |
|---|---|
| 10.06. | Benachrichtigung über die Annahme von Beiträgen |
| 24.06. | Frist für die Einreichung der endgültigen Fassung der Beiträge |
| 24.09. | Workshop in Hagen |
Die Workshop-Beiträge sind zunächst als schriftliche Beiträgen im Umfang von maximal 6 Seiten im LNI-Format als PDF-Dokument einzureichen.
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Die akzeptierten Beiträge werden im gemeinsamen Workshop-Bandes der DeLFI 2012 publiziert.
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